Wenn Schiedsrichter zur Hauptfigur in einer Partie werden

So gesehen in der Damen Bayernliga Partie zwischen HG Zirndorf und dem Team von HSV Bergtheim am Samstag, 05.April 2014

SR-KartenWir haben uns lange überlegt, ob wir diesen Bericht schreiben sollen und sind am Ende zum Entschluss gekommen, dass man zu dieser Problematik einfach auch mal schreiben muss. In unseren Berichten unterlassen wir es stets, die Leistung der Schiedsrichter einer Partie zu kommentieren oder gar zu bewerten.

Wir wissen, dass es für die Fans und Verantwortlichen oftmals etwas an den Schiedsrichtern auszusetzen gibt und am Ende der Partie das dann aber auch wieder weggewischt ist und alles passt. Es heißt ja auch so schön, dass man eben Schiedsrichter für den Handballsport braucht, da diese eben erst den Sport ermöglichen.

Doch was sich da am Samstag in der Damen Bayernligapartie zwischen der HG Zirndorf und dem HSV Bergtheim zugetragen hat, das hat das bisher gesehen leider übertroffen. Das ein Schiedsrichter-Duo am Ende einer Partie einen derartigen Stempel aufgedrückt hat, dass sogar der Gästetrainer zum Heimtrainer sagen muss, dass es im Leid tut was hier von Schiedsrichtereben gelaufen ist und man über die ganze Spielzeit konsequent einseitig pfeift, das haben wir bisher bei unseren Spielbeobachtungen in der Qualität noch nicht gesehen.

Bisher war es schon so, dass man mal über Entscheidungen diskutieren konnte und auch kein Mensch ist unfehlbar und so verzeiht man das auch. Meist gleicht sich das innerhalb einer Partie dann auch wieder aus, wenn die Unparteiischen dann auch Ihren Stil konsequent auf beiden Seiten und während des ganzen Spiels entsprechend durchziehen.

Doch bei dieser Partei war das Wort unparteiisch schon schwer zu glauben und wenn man am Ende fest stellt, dass eigentlich eine faire Partie zweier Teams von den Schiedsrichter ein Dominanz aufgedrückt bekommt, die mehr an eine „Schlacht“ als einen fairen Vergleich erahnen lässt, dann muss hier ordentlich was falsch gelaufen sein. Man hatte fast den Eindruck dass es ohne die Leitung mehr um Sport gegangen wäre also so.

Und das beide Teams den sportlich fairen Wettkampf gesucht haben zeigt auch die Tatsache, dass ein Phantomtor, welches vom Schiedsrichter-Duo für die Gäste gegeben wurde – der Ball klatschte an den Pfosten – deshalb wieder annulliert wurde, weil die Gästespielerin von Bergtheim die Schiedsrichterin darauf hingewiesen hat und deshalb das Tor auch zurück genommen wurde – davor ziehen wir auch den Hut und das ist Fairplay!

Ansonsten wurde aber leider zu oft das was beide Teams geleistet haben durch die Leistung der beiden Unparteiischen in den Schatten gestellt und es war mehr deren „Show“ die am Ende diese Partie prägte. Wir wollen keine Namen des Teams nennen um das nicht direkt an den Pranger zu stellen. Doch unerwähnt möchten wir es nicht lassen.

Neben dem erwähnten Phantomtor hagelte es für Zirndorf am Ende 7 Zeitstrafen und die Heimmannschaft war dadurch auch zweimal in doppelter Unterzahl auf dem Platz. Auf den Blatt sah es wie gesagt aus wie ein hart geführtes Match, was aber aus Sicht beider Teams ein fairer sportlicher Vergleich war. Vor allem muss man noch dazu erwähnen das diese Strafenzeitenflut erst in der 22. Spielminute begann – zu dem Zeitpunkt als Zirndorf erstmals in der Partie in Führung gegangen war – ein Zufall?

So gab es auch in der 55.Spielminute ein 2-Minuten-Bankstrafe gegen das Heimteam. Hier stand das Spiel gerade beim Stand von 22:23 auf Messers Schneide. Doch auch hier gab es Kurioses. Denn für die Aussage des Trainers – der vorher 55.Minuten keinen Kommentar sagte „Es waren wieder 5 Schritte!“ gab es erst gelb und für den Kommentar dazu „aber stimmt doch“ gleich die 2-Minuten gegen die Bank hinter her.

Auch an einer Roten Karte sollte es in der Partie nicht fehlen, die es auch für Zirndorf gab. Bei einem Tempogegenstoß liefen zwei Spielerinnen mit – die Gegenspieler aus Zirndorf war näher zum Tor und spielte den Ball heraus – beide strauchelten und stürzten und was wenn überhaupt eine 2-Minuten-Strafe hätte sein können, wurde sofort mit rot geahndet.

Auch die Aktionen vor dem Tor wurden komplett unterschiedlich bewertet. Vergleichbare Situationen führten bei den Gästen bei Nichterfolg zum 7-Meter-Pfiff und das sogar wenn die Spielerinnen ohne jeglichen Einfluss der Gastgeberinnen zum Wurf kamen. Auf der anderen Seite waren selbst Stöße im Wurf nicht ahndungswürdig und das zog sich wie ein roter Faden durch die Partie.

Wir glauben das Schiedsrichter-Bewerter bei diesem Spiel ihre „Freude“ gehabt hätten und ein Video zum Spiel wäre sicherlich ein tolles Lehrvideo für die Schiedsrichterausbildung gewesen. Ganz nach dem Motto „so sollte es nicht laufen!“

Wir wollen jetzt auch mit weiteren Aufzählungen aufhören. Nur eines ist sicher – wenn es so läuft wie in dieser Partie hat es nichts mehr mit einem sportlichen fairen Gegeneinander zu tun und so darf toller Handballsport zweier Teams auf Augenhöhe nicht kaputt gemacht werden.

Was am Ende den Ausschlag für diese „Leistung“ gegeben hat ist natürlich fraglich. Ist das Team für die Leitung einer Damen Bayernligapartie einfach nicht geeignet? Denn am Spiel selbst das wie erwähnt sehr fair von beiden Teams geführt wurde konnte es nicht gelegen haben. Oder war es vielleicht die Konstellation zum Spiel und damit die Einteilung vom BHV? Denn wie sich bei Recherchen herausstellt, waren beide Schiedsrichter aus Volkach. Damit nicht nur aus dem gleichen Ort wie die Bergtheimer Person am Kampfgericht sondern auch aus dem Nachbarort von Bergtheim. Und das noch nicht genug. Die weibliche Schiedsrichterin aus dem Duo hat sogar schon selbst aktiv in Bergtheim gespielt. Das dies vielleicht nicht die beste Besetzung für diese Partie sein würde, das hätte man vielleicht unter diesen Voraussetzungen auch schon im Vorfeld erahnen können.

Man darf nur hoffen, dass der Handballsport von fairen Partien lebt, die geprägt sind von Schnelligkeit, toller Technik und allem was den Handballsport eben so schön macht – aber bitte nicht von einem Schiedsrichter-Duo das ein Team derart ins Abseits stellt, dass es nicht nur gegen Gegner, sondern auch gegen dessen Entscheidungen kämpfen muss und so einen klaren Nachteil in der Partie hat.

2 Gedanken zu „Wenn Schiedsrichter zur Hauptfigur in einer Partie werden

  1. handballn Artikelautor

    Bericht zu den SR aus Volkach
    >> Diese Mail erreichte uns aus dem Münchner Süden zu unserem Beitrag über die Schiedsrichter !!!

    Servus,

    wir hatten das Schiri-Ehepaar aus Volkach bei unserer Partie mit dem SV-DJK Taufkirchen im 01.02.2014 beim TS Herzogenaurach. Warum die beiden pro Herzogenaurach gepfiffen haben weiß ich leider nicht, aber auch hier haben die beiden „Unparteiischen“ erheblich ins Spiel eingegriffen und einige Situationen unterschiedlich bewertet. Unser Trainer sah damals auch für dreimal Mund aufmachen, dabei zwei Mal für Nachfragen die gelbe Karte/2min. und rote Karte und hat dann für einen kleinen Kommentar auf der Tribüne auch noch sofort einen Sonderbericht erfasst bekommen, der zu einer Sperre führte.

    Als SR-Kollege, der fürs KG mitgefahren ist, bat ich die beiden vor Anpfiff, ob wir nach Abpfiff schnell den Spielbericht abarbeiten könnten, da ich abends um 20 Uhr selber einen LL-Männer Einsatz bei der HSG Würm-Mitte hatte und den Trainer und zwei Spielerinnen wegen Platzmangel wieder mit nach München nehmen musste. Geschlagene 10 Minuten ließen uns die beiden nach Abpfiff warten, ehe der Spielberichtsbogen abgearbeitet werden konnte, was dann aber auch nochmal 10 Minuten dauerte. Die Art der beiden war einfach unter aller Sau.

    Die beiden haben auch immer in entscheidenden Situationen kurz eingegriffen. Umso knapper es wurde, umso deutlicher wurden die Entscheidungen gegen uns. Wir haben damals deutlich vorgelegt und am Ende mit zwei Toren verloren. Eine Abwehrspielerin hatte nach drei Aktionen und ca. 10 Minuten schon gelb + 2x 2 Minuten, wovon in meinen Augen nur eine Strafe wirklich berechtigt war. Diese eine Strafe hätte dann tatsächlich auch mit direkter roter Karte ausgehen können, für einen verspäteten Griff in den Wurfarm. Die gelbe Karte und zweite Zeitstrafe waren allerdings für zu machen von vorne und somit lächerlich! Auf der anderen Seite gab es für das deutlich gefährlichere Stoßen in der Luft gar nichts! Eine Gegenspielerin fiel mit dem Kopf voraus in die Abwehr und hielt sich das Gesicht. Statt nichts oder gar Stürmerfoul gab es auch hier 2 min. wegen Gesichtstreffer? Soll sich eine Abwehr in Luft auflösen, wenn der Angriff stolpert?

    Aufgrund der starken kämpferischen Leistung und dem dünnen Aufgebot waren wir am Ende insgesamt zufrieden und sind auch nur minimal auf die schwachen aber sich nicht ganz unparteiischen SR eingegangen: „Die Schiedsrichter in Herzogenaurach hatten kein dickes Fell. Viermal Mund aufmachen des Trainers Markus Brosig endete in einer gelben Karte, einer Zwei-Minuten-Strafe und der roten Karte. Ebenso wurde ein Bericht für einen Zwischenruf des Trainers auf der Tribüne verfasst. Handball gespielt wurde auch noch. Die Damen I überzeugten mit nur 7 Feldspielerinnen (davon 2 Spielerinnen aus der A-Jugend, die zuvor bei der Damen II im Einsatz waren) und 2 Torfrauen und verloren am Ende äußerst unglücklich mit 23:21!“

    Viele Grüße aus dem Münchner Süden,
    Dominik

  2. susi

    Beschwerden über das Schiedsrichterpaar höre und lese ich in letzter Zeit ziemlich oft. Konnte mir beim Spiel der LL Nord Männer Helmbrechts – Post SV Nürnberg selbst ein Bild machen. Ohne Worte…

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