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Handballer des HC Erlangen verlieren gegen den Spitzenreiter

HC Erlangen – TV Emsdetten 20:24 (14:11)
Handball-Bundesligist HC Erlangen mit zwei grundverschiedenen Halbzeiten gegen Emsdetten

Licht und Schatten wechselten sich ab beim Heimspiel des Handball-Bundesligisten HC Erlangen gegen den Tabellenführer TV Emsdetten. Nach einer tollen ersten Hälfte führte man zur Pause mit 14:11, am Ende jedoch stand 20:24 auf der Anzeigentafel. „Viele kleine Dinge haben heute den Unterschied gemacht, in der zweiten Hälfte haben wir wahrscheinlich zu früh aufgehört, an den Sieg zu glauben“, so HC-Trainer Frank Bergemann. Und weiter: „Zwei so grundverschiedene Halbzeiten in einem Spiel habe ich bislang selten gesehen!“

In der Tat hatte der Handball-Club – frenetisch angeführt vom vollem Haus und ganz voran dem Block B – einen guten Start hingelegt. 7:4 hieß es nach gut 10 Minuten und der in dieser Saison so furios haltende Emsdettener Keeper Nils Babin hatte seinen Platz zwischen den Pfosten entnervt für Vitali Feshchanka räumen müssen, der allerdings zunächst auch nur selten eine Hand an die Bälle bekam. Die Trefferquote des HC Erlangen war zu diesem Zeitpunkt sehr stabil und auch in der Abwehr hatte man die routinierten und äußerst erfahrenen Münsterländer gut um Griff. Die 14:11-Halbzeitführung war da nur die logische Konsequenz und manch einer in der wieder einmal proppenvollen Karl-Heinz-Hiersemann-Halle hatte erwartet, dass dieses muntere Spielchen auch in der zweiten Hälfte so weiter gehen würde.

Allerdings waren die Gäste aus Emsdetten nicht gewillt, sich nach Ferndorf und Hildesheim zum dritten Mal in Folge so einfach den Schneid abkaufen zu lassen. Mit einer ganz anderen Körpersprache, Präsenz und großer Entschlossenheit ging die Mannschaft von TVE-Trainer Patrik Liljestrand nun zu Werke. Hinten vernagelte Routinier Feshchanka seinen Kasten und Tor um Tor schmolz die Erlanger Führung dahin. Beim 16:17 aus Erlanger Sicht in der 40. Spielminute ging Emsdetten erstmals im gesamten Spielverlauf in Führung und sollte diese bis zum Ende nicht mehr abgeben.

Für HC-Coach Frank Bergemann ließ sich die mit 6:13 verlorene zweite Halbzeit nicht an nur einer konkreten Ursache festmachen: „Da kam sicher viel zusammen. Die erste Halbzeit lief perfekt. Und dann hatten wir gleich zu Beginn der zweiten 30 Minuten Pech in der Abwehr und im Abschluss. Auch vom einen oder anderen Pfiff haben wir uns aus dem Konzept bringen lassen. Das hat uns kurz verunsichert, zumal die Emsdettener 6:0-Abwehr nun begann, ihre Stärke voll auszuspielen. Die Schwächephase hat Emsdetten eiskalt ausgenutzt und uns nicht mehr ins Spiel zurückkommen lassen. Wir waren einfach nicht stabil genug gegen eine solche Mannschaft, die gezeigt hat, dass sie ganz zu Recht ganz oben in der Tabelle steht.“

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