HG Zirndorf überrannte förmlich den HC Sulzbach-Rosenberg

HG Zirndorf – HC Sulzbach-Rosenberg 33:24 (17:10)

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Beim Duell des Tabellen 7ten aus Zirndorf gegen den Tabellen 12ten von Sulzbach-Rosenberg zeigten die Zirndorfer Damen erneut, dass Sie in der gut besuchten Biberthölle auch in der Bayernliga kaum zu bezwingen sind und gewannen am Ende deutlich mit 33:24.

Nach dem Spielverlauf hätte es noch deutlich höher ausfallen können und die 40-Marke wäre von Seiten der Bibertstädterinnen locker zu knacken gewesen. Doch man ging wie schon so oft sehr nachlässig mit der Chancenverwertung um und die letzten 5 Minuten der Partie überließ man auch noch den Gästedamen, die Ihrerseits diese Phase mit 5 Toren noch zu einer Ergebniskorrektur nutzten.

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Am Ende war es aber wieder ein sehr souveräner Auftritt der HG, die erneut mit einer anderen Formation spielen musste. Dieses Mal fehlte die Stammtorfrau Bianca Urban welche dann durch Melanie Gugel aber bestens vertreten wurde – sie konnte im Laufe der Partie sogar zwei 7-Meter der Gäste parieren.

Anfänglich taten sich die Zirndorfer Damen schwer in die Partie zu kommen. Beide agierten in einer 6:0 Abwehr und die Gäste nutzen diesen Freiraum um entsprechende Tore aus dem Rückraum zu erzielen. So führten Sie nach knapp zehn Spielminuten  mit 3:6. Doch Zirndorfs Trainerin Kathrin Blacha reagierte und stellte auf eine offensivere 5:1 Abwehr um.  Schnell merkte man, dass dies genau der richtige Schachzug war. Die HGlerinnen holten nun Tor für Tor auf und selbst eine Unterzahl, wo auch ein 3:0 Lauf gelang, konnte diese Aufholjagd nicht mehr stoppen. Aus einem 3:6 wurde ein 7:6 gemacht.

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Der Sulzbach-Rosenberger Trainer Klaus Eckl sah sich nach knapp 13 Minuten zu einem Time-Out veranlasst und wollte sein Team nun auf die neue Spielsituation einstellen. Doch nun rollte der HG-Express und Ballgewinne in der Abwehr wurden von den Zirndorferinnen ein ums andere Mal mit Tempogegenstößen im gegnerischen Tor versenkt. Die Gästedamen dagegen taten sich im Positionsangriff gegen die stabil stehende und sehr beweglich agierende Zirndorf Abwehr schwer und so ging die 2te Hälfte von Halbzeit eins mit 9:3 klar an die HGlerinnen.

Der 2te Spielabschnitt war dann auch das Ebenbild vom Ende der ersten Halbzeit. Zirndorf zwang die Oberpfälzerinnen in den Positionsangriff und fischte mit der offensiven Abwehr eins um andere Mal den Ball heraus und erarbeite sich so Konter für Konter. Hätte man diese alle konsequent verwandelt wären wie anfänglich schon geschrieben am Ende mehr als 40 Tore für die Heimmannschaft auf der Anzeigentafel gestanden. Manchmal hatte man das Gefühl das sich die Gäste auch fragten wo jetzt die Gegenspielerin plötzlich her gekommen ist. Denn kaum war der Ball verloren war schon eine Zirndorferin weit enteilt und mit einem präzisen Pass standen Sie immer wieder alleine vor der Gästetorfrau.

Der Erfolg war am Ende wieder geprägt durch die Heimstärke der Bibertstädterinnen – denn das es kein Selbstläufer und Sulzbach-Rosenberg auch ein starkes Team ist zeigten die Gäste eindrucksvoll in der Anfangs- und Schlussphase der Partie – denn die ersten und letzten 5 Minuten gehörten immer den Gästedamen.

Beste Torschützin auf Seite der Zirndorferinnen war Lisa Kleinert, die sich gleich 11 Mal in die Torschützenliste eintragen konnte. Sie wurde in der Partie durch Ihre Mitspielerinnen mit tollen Kreisanspielen immer wieder in Szene gesetzt und konnte auch viele der Tempogegenstöße sicher verwandeln. Auf Seiten der Gäste gefiel vorallem die Nummer 10 – Lisa Steiner. Sie organisierte die Abwehr und verteilte auch im Angriff geschickt die Bälle oder ging selbst auf Torejagd.

Zirndorf überholte mit dem Sieg nun Etwashausen und kletterte auf den 6ten Tabellenplatz mit 19:13 Punkten, wo man mit dem 5ten Haspo Bayreuth Punktgleich ist und auf Platz 3 gerade mal einen Punkt Rückstand hat – eine beachtliche Leistung als Aufsteiger. Für Sulzbach-Rosenberg wird die Luft langsam dünn und man steht zusammen mit Taufkirchen mit 4 Punkten am Tabellenende. Nach dem Sieg vom Wochenende von Ottobeuren sind es nun schon 6 Punkte Rückstand zum rettenden Ufer – doch bei noch verbleibenden 12 Spielen ist noch nichts verloren.

Nun heisst es erstmal für beide Teams eine Woche Pause, da am Faschingswochenende die gesamte Bayernliga pausiert. Am Samstag den 16. Februar geht es dann für Zirndorf Richtung München wo der Mitaufsteiger SV-DJK Taufkirchen wartet. Sulzbach-Rosenberg erwartet dann am Sonntag den Tabellenführer HCD Gröbenzell in eigener Halle.

Tore HG Zirndorf:
Melanie Kopp 3, Meike Fenn 3, Lisa Kleinert 11, Nina Custovic 5/2,
Kerstin Herberth 4, Lisa Hopf 1, Claudia Blasch 2, Anja Häberer 4

Siebenmeter:          HG Zirndorf  3/2                  HC Sulzbach-Rosenberg 5/3
Strafzeiten:              HG Zirndorf 2                       HC Sulzbach-Rosenberg 3

Spielfilm:
0:1 – 2:2 – 2:5 – 6:6 – 9:8 – 12:9 – 14:10 – 17:10 (H)
20:12 – 22:15 – 26:15 – 30:17 – 33:19 – 33:24 (E)

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