Hart um kämpftes Match mit besseren Ende für TSV Ottobeuren!

DAMEN BAYERNLIGA

TSV OTTOBEUREN – HG ZIRNDORF 20:19 (8:9)

IMG_8608Dass es keine leichte Aufgabe wird in Ottobeuren war den Damen der HG Zirndorf schon vor dem Spiel bewusst und dass der Gegner auch besser aufgestellt ist als es der aktuelle Tabellenstand zeigt war auch bekannt.

So hat man beim Gastgeber wie in Zirndorf zur Rückrunde auch einen Trainerwechsel zu verzeichnen. In Ottobeuren sind jetzt Nicole Schneider und Daniel Berkessel  welche Mihaly More und Co-Trainer Stefan Schneider abgelöst haben, für die Mannschaft verantwortlich. Dazu wurden auch noch neue Spielerinnen ins Team integriert die gegen Zirndorf auch das erste Mal im Dress von Ottobeuren aufgelaufen sind. Das alles zeigt das hier bei den Allgäuerinnen gerade viel Bewegung im Team ist und alles unternommen wird um am Ende auch in der höchsten bayerischen Spielklasse zu bleiben.

In Zirndorf fehlten gleich vier Spielerinnen im Kader. Neben der zweiten Torfrau Bianca Urban war auch Steffi Urban, Svenja Pfrengle und Sabrina Zehmeister nicht mit von der Partie und so konnte der Zirndorfer Trainer Ingo Gömmel nur auf einen kleinen Rumpfkader zurückgreifen.

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Die mitgereisten Fans der HG Zirndorf.

Doch die Zirndorferinnen nahmen scheinbar den Schwung aus der stimmungsvollen Anreise im Bus, für den die vielen mitgereisten Fans schon sorgten, gleich mit in die Partie. Angetrieben von den zahlreichen und lautstarken Anhängern – viele davon waren aus Schnelldorf, wo ja die Leistungsträgerinnen Meike Fenn und Lisa Kleinert herkommen –konnte Zirndorf zu Beginn gleich mal einen 3:0 Vorsprung vorlegen. Bis dahin hatte die HG alles im Griff und Franzi Ruzicka parierte bärenstark alles was auf ihr Tor kam.

IMG_8636Zuvor nahm das Trainer-Duo von Ottobeuren schon in der 7.Spielminute beim Stand von 0:2 die Auszeit, weil einfach bis dahin ihr Team nicht in die Partie gekommen war. Doch nach dem 0:3 legte dann auch die Gastgeberinnen los und innerhalb knapp einer Minute egalisierten sie den Rückstand und glichen zum 3:3 aus. Schon hier merkte man, dass die Partie wohl auch über die Abwehr entschieden wird und beide Abwehrreihen standen kompakt. Zirndorf nahm die Ausnahmespielerin Adrienn Zsigmond durch Lisa Kleinert an die kurze Leine und nahm sie somit bis auf wenige Szenen fast komplett aus dem Spiel.

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HG Zirndorf, Annette Scholz (links) und Meike Fenn (rechts).

Doch auch das brachte Ottobeuren nicht aus dem Konzept und es folgte eine sehr spannende und hart umkämpfte Partie auf fairem Niveau ohne eine Strafzeit in der ersten Halbzeit. Die Allgäuerinnen legten ab dem 4:3 ständig vor und Zirndorf musste nun einem Rückstand hinterher laufen. Beim 7:5 waren dies dann schon zwei Tore. Doch auch die Bibertstädterinnen gelang nun wieder der Ausgleich und danach sogar die Führung durch zwei schöne Rückraumtore von Meike Fenn und Annette Scholz und man führte nun wieder mit 8:7 in der 20. Spielminute. Danach schien es als würde man sich förmlich neutralisieren im Spiel und es gelang auf beiden Seiten noch je ein Tor vor der Pausensirene und nach dem Ausgleich von TSV zum 8:8 setze Zirndorf erneut mit einem Rückraumtor von Annette Scholz den Schlusspunkt der ersten Hälfte zur 9:8 Führung.

IMG_8764Nach der Pause dann wieder dasselbe Bild wie im ersten Spielabschnitt. Zirndorf legte wieder gut los und bis zur 37. Spielminute konnte man so wieder eine 3-Tore-Führung zum Spielstand von 12:9 herausspielen. Doch zwei 2-Minuten-Strafen für die Gäste brachte Ottobeuren zurück in Spiel und wieder konnte man den Rückstand zur Mitte der zweiten Halbzeit egalisieren und war beim 13:13 wieder dran. Auch was danach passierte war erst einmal ein Spiegelbild der ersten Hälfte und so legte nun Ottobeuren ständig ein Tor vor und Zirndorf glich aus. Eine weitere Zeitstrafe 10 Minuten vor Schluss nutzen dann die Gastgeberinnen und holten sich erstmalig in der zweiten Hälfte eine 2-Tore-Führung beim Stand von 17:15. Diese sollte auch in der 57. Spielminute beim Stand von 19:17 noch Bestand haben. Doch die HG Zirndorf bewies Moral und schaffte durch Tore von Meike Fenn und Claudia Blasch den viel umjubelten 19:19 Ausgleich. Die lautstarke Zirndorfer Anhängerschaft gab nun alles und wollte das Team noch zum Sieg peitschen – längst war man schon lauter als der heimische Fananhang von Ottobeuren und nun legten Sie nochmal einen Gang zu und machten es so für die HG-Damen zu einem gefühlten Heimspiel.

Doch die letzten beiden Minuten waren dramatisch und beim Stand von 19:19, Ballbesitz Ottobeuren und noch knapp 40 Sekunden Restspielzeit nahm man das Time-Out und besprach den letzten Spielzug der den Sieg bringen sollte. Die bis dahin treffsichere Juliane Dittmann vom TSV sollte die Verantwortung übernehmen. Doch erneut war es die starke Franziska Ruzicka im Tor der HG die diesen Wurfversuch parierte. Doch zum Entsetzen der Zirndorfer Fans gab es einen 7-Meter nach dem freien Wurf, den man als sehr fraglich werten darf. Nervenstark verwandelte diesen Nadine Kofler zur 20:19 Führung und 14 Sekunden vor Schluss kam nun das Time-Out vom Zirndorfer Trainer Ingo Gömmel. Es war noch ein Angriff, der jetzt noch ein Unentschieden bringen konnte. Doch am Ende war die Ottobeurer-Torfrau Kathrin Korda die gefeierte Heldin – denn sie parierte den entscheidenden Wurf der Zirndorferinnen und hier gab es dann auch keine zweite Chance per 7-Meter und das Spiel war aus. So stand man aus Zirndorfer Sicht mit leeren Händen da und Ottobeuren feierte den Sieg und die wichtigen 2-Punkte für den Klassenerhalt.

IMG_8994Am Ende war es eine spannenden Damen Bayernliga-Partie die von beiden Seiten umkämpft war. Zirndorf verpasste es erneut in der Fremde Punkte zu holen. Zum einen wohl auch geschuldet am Harz, was man eben zu Hause nicht hat. Zum anderen fehlte es aber auch in der einen oder anderen Aktion im Team am Selbstvertrauen um auch mal 1:1 gehen. Die Mannschaft zeigt hier einfach ein anderes Bild als in der heimischen Biberthölle. Der TSV Ottobeuren dagegen ist in jedem Fall auch zurück im Rennen. Auch wenn es noch der letzten Tabellenplatz ist und man noch 2 Punkte Rückstand zum rettenden Ufer hat, so ist man wieder mit dabei. In der gezeigten Spielanlage und Heimstärke werden sie auch sicherlich noch entsprechende Punkte holen.

Ein Trost bleibt den Zirndorferinnen noch nach der Partie. Sollte man am Ende doch noch in Abstiegsgefahr kommen so hat man zumindest den direkten Vergleich gegen Ottobeuren deutlich gewonnen. Denn der knappen Niederlage in Ottobeuren mit dem 19:20 steht ein Heimsieg mit 30:19 entgegen.

TSV OTTOBEUREN
Birgit Gerl, Kathrin Korda (Torhüterinnen)
Isabel Puttner2, Juliane Dittmann 4, Regina Bari-Nagy 1, Pia Hitzlberger, Anna Röck,  Nadine Kofler 3/3, Adrienn Zsigmond 4, Lena Keßler 3, Cosima Eckermann 3, Veronika Urlbauer

HG ZIRNDORF
Franzi Ruzicka (Tor),
Melanie Kopp 3/2, Meike Fenn 5, Lisa Kleinert 3, Julia Matlok 1, Claudia Blasch 3, Evi Vogt, Anja Häberer 1, Anette Scholz 2, Vanessa von Frankenberg, Iris Blankenship 1

SPIELFILM DER PARTIE:
0:3 – 4:3 – 4:4 – 5:4 – 5:5 – 7:5 – 7:8 – 8:8 – 8:9 (P)
8:10 – 9:12 – 11:12 – 11:13 – 13:13 – 13:14 – 17:15 – 19:17 – 19:19 –20:19 (E)

Statistik TSV Ottobeuren - HG Zirndorf
INTERVIEWS:
Interview mit Ingo Gömmel, Trainer der  HG Zirndorf Damen


LINKS ZUM SPIEL:
Der Spielbericht von Peter Vogt (HG Zirndorf) zum Spiel
Der Spielbericht vom TSV Ottobeuren zum Spiel
Der Pressebericht zum Spiel aus der Nordbayerischen Zeitung

 

BILDER ZUM SPIEL:

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