Handball Champions League Final Four 2013 – Die Halbfinale

FC Barcelona & HSV Hamburg Handball im Champions-League-Finale

Im ersten Halbfinale setzte sich der spanische Meister FC Barcelona gegen den polnischen Meister KS Vive Targi Kielce durch und im 2ten rein deutschen Halbfinale gab es eine faustdicke Überraschung. Der deutsche Meister und Titelverteidiger THW Kiel musste sich dem HSV Hamburg geschlagen geben.

Damit platzte der Traum des THW Kiel nach dem Triple im Vorjahr auch dieses Jahr nach Gewinn der Meisterschaft und des Pokals diesen Erfolg zu wiederholen. Für den HSV Hamburg ist es die erste Finalteilnahme in der Champions League

Hier die Berichte, Daten & Fakten zu den einzelnen Spielen:


FC Barcelona – KS Vive Targi Kielce 28:23 (13:10)

Im VELUX EHF FINAL 4 2013, welches an diesem Wochenende in Köln stattfindet, trafen im ersten Halbfinale der spanische Vertreter FC Barcelona auf den polnischen Vertreter KS Vive Targi Kielce.

Die 20.000 Zuschauern in der ausverkauften Arena sahen eine spannenede Partie am den sich am Ende der FC Barcelona mit 28:23 durchsetzte. Dabei gehörte die Anfangsphase der sehr intensiv geführten Partie  dem spanischen Meister,  der vor allem mit einer starken Defensivarbeit überzeugte.

Ab der zehnten Spielminute fande dann auch das Team von Targi Kielce in die Partie und konnte die Partie jetzt ausgeglichen gestalten. Doch kurz vor der Halbzeit gelang es dem FC Barcelona noch ein kleines Polster herauszuspielen und mit einer 13:10 Führung in die
Pause zu gehen.

Zu Beginn der 2ten Halbzeit kämpfte sich der Außenseiter aus Polen mit einem Zwischenspurt heran und konnte dann auch dem Spielverlauf entsprechend in der 40. Spielminute zum 16:16 ausgleichen. Doch der FC Barcelona ließ sich davon nicht verunsichern und und nutze die leichten Fehler des polnischen Vertreters eiskalt aus und zog am Ende verdient ins Finale ein.

Für den FC Barcelona ist es damit die 10te Champions League Final 4 Finalteilnahme – sieben Mal konnten Sie den Cup schon gewinnen. Bester Werfer beim spanischen Meister war der Weißrusse Siarhei Rutenka mit acht Toren. Aufseiten des polnischen Meisters traf Manuel Strlek (4) am häufigsten.

Hier noch ein paar Links zum Spiel mit Bildern und Berichten:

Bericht zum Spiel
Bilder zum Spiel
Pressekonferenz zum Spiel
Spielbericht zum Spiel (PDF-Download)
Videos zum Final 4 und zum Spiel

 

THW Kiel – HSV Hamburg Handball 33:39 (16:19)

Im rein deutschen Halbfinale gab es eine faustdicke Überraschung. Der HSV Handball schlägt den THW Kiel mit 39:33 und zieht damit zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte ins Endspiel der Champions League ein.

Das Ergebnis geht am Ende auch völlig in Ordnung, da die Hamburger mit einer überragenden Teamleistung und viel Herzblut und Emotion sich den Sieg über den THW redlich verdient haben.  Auch Pommes (Pascal Hens) zeigte heute seine wohl beste Leistung der letzten Zeit und konnte 8 Tore in der Partie erzielen.

Nun darf man schauen wie sich das Team Morgen im Finale gegen den FC Barcelona schlägt. Für THW Kiel bleibt nur das kleine Finale gegen den polnischen Vertreter KS Vive Targi Kielce.

Hier nun noch unser Bericht zum Spiel:

In der temporeichen Partie der beiden deutschen Spitzenteams wurde von Anfang an von beiden Seiten nicht taktiert, sondern viel mehr mit offenen Visier gespielt. Das Duell der beiden Nordlichter bot den Zuschauern alles was den schnellen Handballsport nicht nur ausmacht, sondern auch das Publikum begeistert.

Der HSV agierte dabei sehr variabel und der Kieler Abwehrverband tat sich schwer, die Hamburger in den Griff zu bekommen. Dabei führte der amtierende deutsche Meister noch bis zur Mitte der ersten Halbzeit mit 10:9 Toren. Doch die Hamburger bestraften die Kieler Fehler eiskalt und bekamen immer mehr die Oberhand in der Partie und konnte bis zur 27. Spielminute auf 19:13 davon ziehen. Bis zum Halbzeitpfiff konnten dann der THW den Rückstand mit einem 3:0 Lauf noch auf auf 19:16 verkürzen.

In Halbzeit zwei versuchte der Titelverteidiger alles um den Rückstand zu egalisieren. Doch Hamburg wusste immer eine Antwort und verteidigte die 3 Tore Führung. Der Kieler Torwart Omeyer brachte auch einfach keine Hand an den Ball und verließ bereits früh im in der zweiten Hälfte das Tor und überließ nun Palicka seinen Job.

Doch auch er konnte nicht verhindern, das der HSV Handball nun mit sehenswerten Kombinationen und einer enormen Willensstärke bis Mitte der 2ten Halbzeit den Vorsprung auf 28:22 ausbaute.

Eine zwischenzeitliche Auszeit des Kieler Trainers Alfred Gislason und die Rückkehr von Omeyer ins Tor brachte die Kieler bis zur 55. Minute nochmal auf drei Tore zum Zwischenstand von 31:34 heran. Doch der THW fand gegen die nervenstarken Hamburger keine Mittel und musste sich am Ende dann mit 39:33 geschlagen geben.

Bester Werfer der Hamburger war der überragende kroatische Nationalspieler Domagoj Duvnjak mit 11 Toren. Beim THW Kiel war der Serbe Marko Vujin mit 10 Treffern der beste Torschütze.

Der Rekordmeister Kiel verpasste damit Handball-Geschichte zu schreiben. Zwei Triple in Folge hatte in Europa bisher nur der FC Barcelona im Jahr 1997 & 1998 gewonnen. Bisher konnten die Kieler den Titel in der europäischen Königsklasse drei Mal gewinnen. Das war in den Jahre 2007, 2010 und zuletzt im vergangenen Jahr.

Morgen tritt der THW Kiel nun noch gegen den polnischen Meister KS Vive Targi Kielce im Spiel um Platz 3 an Doch schon jetzt steht fest, dass damit zu Saisonende die vier Topspieler Thierry Omeyer, Daniel Narcisse, Marcus Ahlm und Momir Ilic ohne den erneuten Titelgewinn in der Champions League die Mannschaft verlassen.


Hier noch ein paar Links zum Spiel mit Bildern und Berichten:

Bericht zum Spiel
Bilder zum Spiel

Pressekonferenz zum Spiel
Spielbericht zum Spiel (PDF-Download)
Videos zum Final 4 und zum Spiel

 

Der Ausblick auf das Handball Champions League Final Four am morgigen Sonntag, 02. Juni 2013:

Beide Spiele werden Morgen auch wieder im Eurosport live übertragen! Hier noch der Spielplan für Morgen:

Spiel um Platz 3
THW Kiel – KS Vive Targi Kielce
Sonntag, 2. Juni, 15:15 Uhr
(in Eurosport live ab 15 Uhr)

VELUX EHF Champions League Finale
HSV Hamburg – FC Barcelona
Sonntag, 2. Juni, 18:00 Uhr
( im Eurosport live ab 17.30 Uhr)

 

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