Handball Champions League Final Four 2013 – Die Finale

THW Kiel verlor am Ende beide Partien und wurde nur Vierter
… und der HSV Hamburg ist CHAMPIONS LEAGUE SIEGER 2013 !!!

CL-Sieger-HSV-Handball

Im kleinen Finale – das Spiel um Platz 3 – musste nach der Niederlage gestern im Halbfinale gegen den HSV Hamburg heute der deutsche Meister und Titelverteidiger THW Kiel antreten. Gegner war der  polnischen Meister KS Vive Targi Kielce, der gestern im ersten Halbfinale gegen den FC Barcelona verloren hatte.

Das Finale bestritten der HSV Hamburg gegen den FC Barcelona. Für die Hamburger war es die erste Teilnahme, welche sie sich aber gestern mit einer überragenden Leistung gegen den THW Kiel auch redlich verdient hatten. Für den spanischen Meister ist es dagegen bereits die zehnte Finalteilnahme und der FC Barcelona konnte die Königsklasse im europäischen Handball bereits sieben Mal gewinnen.

Hier nun die zwei Spiele im Einzelnen sowie entsprechende Links dazu:


THW Kiel – KS Vive Targi Kielce 30:31 (12:19)

Vielleicht lähmte die Enttäuschung der Niederlage aus dem Halbfinale die Kieler Spieler noch immer oder machte die Beine schwer, vielleicht fehlte auch die Motivation um sportlich zumindest im kleinen Finale noch Wiedergutmachung zu betreiben. Fakt war in jedemfall, dass der THW Kiel die erste Spielhälfte nicht präsent war und auch nichts gelang. Folgerichtig musste man so erneut in der erste Hälfte 19 Gegentore hin nehmen und schaffte selbst sogar nur 12 Treffer zu erzielen. Damit lag man zur Pause schon deutlich gegen den polnischen Meister Kielce mit 12:19 zurück.

Am Ende musste sich der deutsche Meister auch Spiel um Platz 3 dann nach einer deutlich besseren zweiten Halbzeit und einer beherzten Aufholjagd erneut geschlagen geben und man unterlag mit 30:31 und das Team von KS Vive Targi Kielce holte sich im Turnier den Platz 3.

Überragender Akteur im polnischen Team war Torhüter Venjo Losert. Der kroatische Torwart-Routinier konnte am Ende 16 Paraden verzeichen – 11 davon schon vor der Pause.
Bester Torschütze im Team von Kielce war Rastko Stojkovic mit 8 Toren. Auf Seiten der
Kieler trafen Momir Ilic und Filip Jicha je sechs Mal und waren damit besten Torschützen ihres Teams.

Hier noch ein paar Links zum Spiel mit Bildern und Berichten:

Bericht zum Spiel
Bilder zum Spiel
Pressekonferenz um Spiel
Spielbericht zum Spiel (PDF download)
Videos zum Final 4 und zum Spiel

 

HSV Handball – FC Barcelona 30:29 n.V. (9:11 / 25:25)

In einer sehr intensiven ersten Halbzeit blieb der HSV Handball immer auf tuchfühlung zum FC Barcelona und ging am Ende mit nur 2 Toren Rückstand in Halbzeit. Bester Akteur bis dahin auf Seiten der Spanier war der Torhüter Danijel Saric mit 8 Paraden im ersten Durchgang sowie Rutenka mit 4 Treffern bei 5 Versuchen. Auf Reihen der Hamburger konnte Jogi Bitter erneut im Tor überzeugen und hatte 5 Paraden für sich zu verbuchen.

In der zweiten Hälfte gelang es dann Hamburg nicht nur diesen Rückstand weg zu machen, sondern das Team konnte auch erstmals selbst in Führung gehen. Angetrieben von einem Mimi Kraus der wohl sein bestes Team im HSV Trikot machte und wieder die Form aus dem Weltmeisterjahr 2007 hatte und einem Jogi Bitter der sein Tor förmlich vernagelte konnten immer wieder 2 Tore Vorsprung von den Hamburger vorgelegt werden. Bis zur 54. Spielminute gelang dem HSV Handball dann sogar ein 4 Tore Vorsprung gegen den haushohen Favoriten herauszuspielen.

Doch der FC Barcelona ließ sich in Stile eines europäischen Spitzenteams nicht verunsichern und kam wieder zurück. Martin Schwalb nahm dann in der 56. Spielminute eine Auszeit, als der Vorsprung wieder auf zwei Tore schmolz und Matthias Flohr eine 2-Minuten-Strafe bekam und die Hamburger damit auch noch in Unterzahl spielen mussten. Doch der spanischer Meister war in dieser Phase zu stoppen und legte einen 4:0 Lauf hin und glich damit in der 58. Spielminute zum 24:24 aus.

Nach der erneuten Führung von Hamburg zum 25:24 glich der FC Barcelona in der 59. Spielminute wieder aus … die komplette Arena in Köln stand und die Spannung war nicht mehr zu überbieten. Lindberg scheitert 30 Sekunden vor Schluß an Sterbik als kurz vorher die Hamburger den Ball an den Pfosten nagelten. Aber auch im Gegenzug konnten die Spanier beim Freiwurf Johannes Bitter nicht überlisten und so endete die normale Spielzeit mit 25:25 und es sind 2x 5 Minuten Overtime fällig.

In den ersten 5-Minuten legte dann Hamburg wieder los und schaffte so auch im ersten Teil der Overtime ein 3:1. Mit dem Spielstand von 28:26 und einem 2-Tore-Vorsprung der Hamburger wurden dann die Seiten gewechselt.

In Teil 2 der Overtime standen nun nochmals spannende 5 Minuten bevor und nach zwei Minuten gelang dem FC Barcelona erneut der Ausgleich zum 29:29. Hans Lindberg verwandelte dann einen 7-Meter nach Foul an Vori nervenstark zur erneuten HSV-Führung. Dann war es Jogi Bitter der nach 4 Minuten denn Ball in überragender Form parrierte – doch der Angriff der Hamburger wurde mit einem Foul gestoppt, welches aber nicht geahndet wurde. Erneut war es Jogi Bitter der den Ball abwehrte und ins Seitenaus lenkte. Der letzte Wurfversuch der Spanier ging neben das Tor und wurde nochmal mit einem direkten Freiwurf geahndet, als die Hamburger schon glaubten Sie hätten gewonnen. Doch auch der blieb in den Armen des HSV Hamburg hängen und der

HSV HAMBURG HANDBALL ist CHAMPIONS LEAGUE SIEGER 2013 !!!

Handball-CL-Sieger-2013

HSV Hamburg Handball - CL Sieger 2013

Johannes Bitter

… der grösste Erfolg in der Vereinsgeschichte und damit tritt man in die Fußstapfen des großen THW Kiel und löst diese als Titelträger ab!

Beste Torschützen auf Seiten des HSV Handball waren Michael Kraus und Hans Lindberg mit jeweils 6 Toren. Auf Seiten der Spanier war Siarhei Rutenka mit 8 Treffern.

Hier noch ein paar Links zum Spiel mit Bildern und Berichten:

Bericht zum Spiel
Bilder zum Spiel
Spielbericht zum Spiel (PDF download)
Videos zum Final 4 und zum Spiel

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