DHB-Team: Gewonnen und wohl doch alles verloren!

DHB-Team

Eine erfolgreiche Qualifikation zur EM 2014 in Dänemark wurde trotz Sieg leider immer unwahrscheinlicher!

 

Unsere deutsche Nationalmannschaft siegte heute im letzten EM-Qualifikationsspiel gegen Israel klar mit 38:19 (21:12). Doch freuen konnte sich über den Sieg leider keiner so recht, weil zeitgleich die notwendige Schützenhilfe von Montenegro beim Spiel gegen Tschechien ausblieb und damit die DHB-Auswahl nur Dritter in Gruppe wurde und somit nur noch eine sehr, sehr minimale Chance hat, als Bester Dritter die EM zu erreichen.

Nach dem 30:25 von Tschechien gegen Montenegro verteidigten diese den Platz 2 in der Gruppe und fahren zusammen den Montenegrinern zur EM in Dänemark 2014. Ärgerlich aus deutscher Sicht war nur, das Montenegro ohne 4 Stammspieler zum Spiel angetreten waren, welche noch gegen Deutschland die tragenden Säulen des Spiels waren, was DHB-Trainer Martin Heuberger als unsportlich wertete.

Für Deutschland wird es wohl die erste EM sein, wo man sich nicht qualifizieren konnte. Nach der verpassten Qualifikation zur Olympiade der zweite herbe Rückschlag für den deutschen Handball innerhalb eines Jahres.

Drei Niederlagen in der Qualifikation (beide Spiele gegen Montenegro sowie gegen Tschechien) waren einfach zu viel. Doch eine Minimalchance gibt es noch, welche allerdings nur noch sehr theoretisch ist: Wenn Österreich in Gruppe 7 mit mindestens neun Toren gegen Russland gewinnen sollte und der WM-Vierte Slowenien in Gruppe 6 zu Hause mit mindestens zwei Toren gegen Weißrussland verliert wäre das DHB-Team als bester Gruppendritter doch noch bei der EM.

Die deutsche Handball Nationalmannschaft wollte in Aschaffenburg die Minimalchance zur Qualifikation durch einen Sieg gegen Israel wahren. Dies merkte man dem Team auch von Anfang an. So konnte man über die gesamte Spielzeit eine konzentriert spielende Nationalmannschaft sehen die auch ihre Chancen konsequent verwertet hat. Bester Torschütze im Team des DHB war am Ende Patrick Groetzki mit 10 Toren.

Sollte das deutsche Team die EM-Qualifikation nicht schaffen, wovon man ja leider nun fast schon ausgehen muss, so hat das auch für die nächsten Turniere entsprechende Auswirkungen. Erstmals müsste dann das DHB-Team für die WM 2015 in Katar in eine Vorqualifikation und dort Gruppensieger werden, um dann überhaupt die Playoffs im Juni kommenden Jahres zu erreichen. In zwei Ausscheidungsspielen würden die Deutschen dann  auf einen Top-Gegner der EM in Dänemark treffen.

Sollte dann auch eine Qualifikation für die WM 2015 nicht gelingen, wäre darüber hinaus dann sogar die Teilnahme an den Olympischen Spielen 2016 in Rio de Janeiro in Gefahr. Denn bei der WM in Katar wird die Vielzahl der Teilnehmer für die Olympia-Qualifikationsturniere ermittelt.

Ein schwieriger Weg, der damit dem deutschen Handball für die nächsten Jahre bevorsteht. Umso bitterer, da man doch die mit der Handball Bundesliga die stärkste Handball-Liga der Welt in Deutschland hat und bei den Vereinsmannschaften erst mit dem THW Kiel und jetzt auch mit dem HSV Hamburg die Champions League gewonnen hat und im Wettbewerb mit fünf Teams vertreten ist.

Natürlich steht nach dem voraussichtlichen Scheitern in der EM-Qualifikation auch die Personalie Martin Heuberger als Bundestrainer wieder zur Diskussion und sicherlich muss man sich auch bei den deutschen Teams darüber Gedanken machen, wie man den deutschen Handball wieder nach vorne bringt. Vielleicht muss auch hier ein Umdenken erfolgen und auch in der Bundesliga wieder mehr auf deutsche Spieler gesetzt werden, sowie auch vermehrt deutsche Talente in die Kader eingebaut werden. Denn nur so kann man dann auch in der Nationalmannschaft in die Erfolgsspur zurückkehren.

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