Damen Bayernliga: TS Herzogenaurach nach Sieg auf Platz 4

DAMEN BAYERNLIGA
TS HERZOGENAURACH – HSG FICHTELGEBIRGE 26:21 (12:11)

Herzogenaurach gewinnt Duell der Tabellennachbarn

Obwohl die Spielmacherin von HSG Fichtelgebirge noch im Vorbericht mit erwähnt war, trat das Team in Herzogenaurach ohne Vera Hermankova an und so musste Jessica Spannig diesen Part übernehmen und das tat sie in beeindruckender Weise und erzielte dabei am Ende auch noch 9 Tore – 8 davon aus dem Feld und eines per 7-Meter.

P1100677
Bei Herzogenaurach fehlte die noch verletzte Torfrau Martina Ebersberger und so stand erneut Ellen Mauritz im Tor der Gastgeberinnen. Sie tat sich am Anfang schwer und bekam kaum Zugriff auf die platzierten Rückraumwürfe der Gäste die so ein ums andere Mal erfolgreich waren. Nach dem Fehlen von Hermankova schien das auch die Marschroute zu sein und das Team von Fichtelgebirge versuchte meist mit dem Abschluss aus dem Rückraum zum Torerfolg zu kommen. So legten sie bis zum 6:7 immer vor und Herzogenaurach gelang jeweils der Ausgleich. So ging das die ganze erste Halbzeit über – nur das ab dem 7:7 dann mal Herzogenaurach vorlegte und die Gäste ausglichen bevor man beim Stand von 11:10 wieder die Führung auf Seite der HSG holte und dennoch am Ende mit einem 11:12 aus Gästesicht in die Kabine ging. Auffällig dabei war, dass kein Team mehr als ein Tor Vorsprung erspielen konnte und alle Unentschieden Stände vom 1:1 bis zum 11:11 mal Gültigkeit hatten.


P1100634
Erzielten im ersten Abschnitt vor allem Franziska Zeitler und Jessica Spannig die Tore für die Gäste, so war es bei der TSH die Lena Mergner Gala bis zur Mitte der ersten Halbzeit in der sie beim Stand von 8:7 für Herzogenaurach bereits 7 Treffer erzielt hatte – drei davon per 7-Meter. Bei Fichtelgebirge waren die vielen Ballverluste im ersten Abschnitt sehr auffällig und verhinderten das man davonziehen konnte. Herzogenaurach war hier zwar sicherer im Spiel und leiste sich weniger Fehler, konnte dies aber auch meist nicht in Tore ummünzen, weil man entweder im Block der Gästedamen hängen blieb oder an der mit tollen Paraden glänzenden Torfrau der HSG Fichtelgebirge, Heike Faltenbacher, scheiterte. Mit den letzten beiden Toren der ersten Hälfte über die sehr agile Tanja Küffner die eine tolle Partie bot und Luisa Frank holte man sich noch die Pausenführung zum 12:11.

P1100640
Genau mit diesem Ergebnis ging man auch beim Spitzenspiel gegen TSV Ismaning im letzten Heimspiel vor zwei Wochen in die Pause und nach dem Seitenwechsel gelang nicht mehr viel und das Spiel ging am Ende verloren. Vor allem verspielte man hier kurz nach dem Seitenwechsel nicht nur die Führung, sondern geriet deutlich in Rückstand das am Ende trotz aufopferungsvollem Kampf und Aufholjagd die Niederlage nicht mehr abgewendet werden konnte. Das scheint wohl Udo Hermannstädter, Trainer der TSH-Damen seinem Team auch gesagt zu haben oder es waren andere passende Worte. Denn diesmal legte die Turnerschaft mit einem 4:0 Lauf nach der Pause los wie die Feuerwehr und holte sich mit der 16:11 Führung nicht nur die nötige Sicherheit, sondern eben auch den Vorsprung der dann bis zum Ende Bestand haben sollte. Großen Anteil am Erfolg hatte in der zweiten Hälfte vor allem nun auch Ellen Mauritz die jetzt endlich Zugriff auf das Spiel hatte und mit tollen Paraden vor allem die gefährlichen Rückraumwürfe der Gäste parieren konnte. Dazu eine wie schon erwähnt starke Tanja Küffner die nun ein ums andere Tor erzielen konnte und auch Andrea Berner prägte die zweite Hälfte.

So baute man bis zur 43. Spielminute den Vorsprung auf 6 Tore aus und führte bereits mit 19:13. Doch dann gab es eine 2-Minuten-Strafe gegen Luisa Frank – es war bereits ihre Dritte was rot bedeutete – was nochmal einen kleinen Knick im Spiel gab und so schmolz der Vorsprung weiter dahin und in der 54. Spielminute drohte die Partie beim Stand von 22:19 noch einmal spannend zu werden. Doch die TSH Damen spielten ruhig weiter und vermieden überhastete Aktionen. Dazu hatte man ja noch Ellen Mauritz im Tor, die am Ende 12 Paraden in der zweiten Hälfte für sich verbuchen konnte. So schaffte man im entscheidenden Moment die Torjagd des Gegners zu unterbinden und konnte selbst wieder einnetzen und damit den Abstand zwei Minuten vor Schluss beim 25:20 wieder auf fünf Tore zu erhöhen. Damit war der Sieg in trockenen Tüchern und am Ende stand ein 26:21 Erfolg auf der Anzeigetafel der dem Team von Herzogenaurach nun mit 19:13 Punkten in der Tabelle Platz 4 beschert – gerade mal 3 Punkte hinter dem Spitzenreiter und nur noch einen Punkt Rückstand hinter Winkelhaid die aktuell 20:12 Zähler haben und auf Platz 3 der Tabelle stehen.  

TORSCHÜTZEN TS HERZOGENAURACH
Tanja Küffner 6, Sarah Stephan 1, Lena Mergner 10/4, Luisa Frank 2, Andrea Berner 3, Viktoria Egle 4

TORSCHÜTZEN HSG FICHTELGEBIRGE:
Anna-Sophie Wölfel 4, Jessica Spannig 9/1, Franziska Zeitler 3, Hannah Meyerhöfer 3, Alexandra Kauer 2

SPIELFILM DER PARTIE:
0:1 – 1:1 – 2:2 – 3:3 – 4:4 – 5:5 – 7:7 – 9:9 – 11:11 – 12:11 (P)
16:11 – 17:13 – 20:15 – 21:17 – 22:19 – 24:19 – 25:20- 26:21 (E)

Statistik Damen Handball Bayernliga TS Herzogenrauch - HSG Fichtelgebirge
LINKS ZUR PARTIE:
Der Spielbericht von der HSG Fichtelgebirge
Der Spielbericht der TS Herzogenaurach zum Spiel

BILDER ZUR PARTIE:

Schreib einen Kommentar