TV Etwashausen im Abendspiel einfach wacher!

1.FC Nürnberg Handball – TV Etwashausen 26:37 (13:15)

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Im Nachholspiel der Damen Bayernliga fand die Partie zwischen den 1.FC Nürnberg Handball und TV Etwashausen zu einer für Handball und vorallem für Bayernliga ungewohnten Zeit am Donnerstagabend um 19.30 Uhr statt.

Vielleicht war dies auch der Grund das die Club-Damen mehr im Trainingsmodus ins Spiel gegangen sind und zu Beginn gar nicht präsent waren, vielleicht aber auch die doch sehr frischen Temperaturen in der Clubhalle, die dann anfänglich vorallem das Heimteam nicht warm werden ließ.

Es begann schon vor dem Spiel, als die Gäste „hungrig“ auf die Partie in der Halle auf Ihre Gegner warteten und den Anpfiff kaum mehr abwarten konnten. Sie waren heiß – das merkte man schon hier. Im Gegensatz zum Heimteam, die erstmal auf sich warten ließen und dann gemächlich aus der Kabine kamen um für das Match anzutreten.

Genau so war dann auch der Auftakt. Etwashausen war hell wach und dominierte die Partie vom Anspiel an. So gelang auch schnell ein Vorsprung von 4:2 aus Sicht der Gäste nach fünf gespielten Minuten. Und es setzte sich so fort und der Vorsprung von Etwashausen wuchs weiter an. Lediglich die Mitte des Clubs, Alexandra Kitza war zu Spielbeginn schon präsent und versuchte ihre Mitspielerin mit geschickten Anspielen in Szene zu setzen oder sich selbst durch die Abwehr der Gäste zu tanken.

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Nach etwas mehr als zwölf gespielten Minuten platze Trainer Michael Fuchs vom 1.FCN endgültig der Kragen. Er nahm eine Auszeit und versuchte mit deutlichen und auch sehr lauten Worten sein Team endlich mal wachzurütteln und sie ins Spiel zu bringen – denn der Gegner war hier schon mit 3:8 enteilt. Die Ansprache hatte scheinbar gesessen und zeigte Wirkung. Endlich nahmen auch die FCN-Damen am Spiel teil und nun setze auch das Jungtalent Luisa Sturm immer mehr Akzente im Spiel. So gelang dann auch mit einem 5: 0 Lauf der Ausgleich zum 8:8. Doch die Führung wollte nicht gelingen und der TV steckte auch keineswegs auf und hielt nun nach diesem kleinen Tief wieder voll dagegen. So legten sie jetzt immer wieder ein oder zwei Tore vor und so rannten die Cluberinnen permanent einem Rückstand hinter her, der dann zur Pause wieder 2 Tore betrug und man mit 13:15 die Seiten wechselte.

Die Pause war kurz und die Handballerinnen vom 1.FCN waren schon nach knapp fünf Minuten wieder in der Halle. Doch auch das half nichts – nach Wiederanpfiff war es wieder wie zu Beginn der ersten Hälfte. Nicht das Heimteam, sondern die Gäste dominierten das Spiel und setzen gleich die ersten beiden Treffer und so stand es schnell 15:20.

Diesen Vorsprung verteidigten nun die Gäste über weite Strecken der zweiten Hälfte. Sie standen sehr kompakt in der Abwehr und machten es den Nürnbergerinnen vorallem im Positionsangriff schwer. Dazu leisteten sie sich wenig technische Fehler und unterbanden so auch das gefährliche Tempospiel des FCN. Meist war man selbst erfolgreich – hier vorallem Melanie Meyer die den Club fast im Alleingang abschoss. Standen doch am Ende sage und schreibe 20 Treffer auf ihrem Konto. Dazu eine immer stärker werdende Torfrau im Etwashausener Tor, die beste Einwurfmöglichkeiten des Gegners parierte und auch 7-Meter entschärfte.

So verteidigten Sie Ihren Vorsprung und mit zunehmender Spieldauer merkte man auch ein bisschen das resignieren der jungen Nürnberger Truppe. Das nutzen die Gäste und schraubten ab Mitte der 2ten Spielhälfte langsam den Abstand nach oben. Über 23:29 in der 50. Minute hieß es dann in der 55. Minute schon 23:32 und am Ende stand ein 11 Tore Vorsprung mit 26:37 auf der Anzeigetafel.

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Damit gelang Etwashausen ganz sicher ein Ausrufezeichen. Auswärts in der Art und Weise das Spiel zu dominieren und am Ende so deutlich und mit 37 erzielten Toren in der Fremde zu gewinnen sind Markenzeichen eines Top-Teams. Vorallem wie schon erwähnt war hier Melanie Meyer vom Gastgeber einfach nicht in den Griff zu bekommen. Sie schaltete und waltete wie Sie wollte, traf aus allen Positionen und setzte auch immer wieder Ihre Mitspielerinnen in Szene und war mit über der Hälfte der erzielten Treffer natürlich die beste Torschützin des Spiels.

In der Tabelle hatte das Spiel auch Auswirkungen. Beide Mannschaften sind nun mit 24:14 Punkten gleich auf. Wegen der besseren Tordifferenz haben die Etwashausener Damen den Club überholt und stehen nun auf Platz 4 der Tabelle – dahinter der 1.FC Nürnberg Handball auf Platz 5.

Was die Aussicht auf den nächsten Spieltag angeht, so ist diesmal nicht viel Zeit zur Regeneration oder zum „Wunden lecken“. Für Etwashausen wird die kurze Pause sicher weniger ein Problem sein und man geht dann am Samstag mit dem Schwung des großartigen Sieg im Rücken in die Heimpartie gegen die HG Zirndorf. Beide Teams kennen sich noch gut aus gemeinsamen Landesligazeiten und damals war Etwashausen immer als Sieger vom Feld gegangen. Doch in der Bayernliga lief dies anders und so mussten sie in der Vorrunde gegen den Aufsteiger aus Zirndorf eine 24:22 Niederlage hinnehmen. Anwurf der Partie ist um 18 Uhr in der Sickergrundhalle in Kitzingen.

Für die Club-Damen geht es auch bereits am Samstag weiter. Man muss nun das Spiel einfach abhaken und einfach mit freiem Kopf ins nächste Spiel gehen. Die Aufgabe ist auch eine nicht ganz leichte – man reist hier nämlich nach Sulzbach-Rosenberg. Das ist zwar der Tabellenletzte – doch sind diese im Abstiegskampf und wenn sie noch die Liga retten wollen müssen sie noch Punkte holen. Man wird also auf ein Team stoßen, welches sicherlich alles geben wird und mit Kampf und Leidenschaft versucht die so wichtigen Punkte der Partie zu holen. Das Spiel findet in Sulzbach-Rosenberg in der Krötensee-Halle statt und Anwurf ist hier bereits um 16.30 Uhr

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